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[Angepinnt] Therapieknete in der Handrehabilitation – Routine, Risiko oder überbewertetes Hilfsmittel?

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AFH | Sven Klausch
(@afh-klausch)
Säule der Gemeinschaft Admin
Beigetreten: vor 6 Monaten
Beiträge: 14
Themenstarter  

Therapieknete gehört in vielen Praxen zur „Grundausstattung“ der Handtherapie.
Sie ist günstig, leicht verfügbar und schnell als Hausaufgabe erklärt.

Genau deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht, den Einsatz kritisch zu hinterfragen:
Wird Therapieknete wirklich indikationsgerecht eingesetzt – oder oft eher aus Gewohnheit?

Im neuen AFH-Blog haben wir einige Punkte zusammengefasst, die aus handtherapeutischer Sicht relevant sind:

  • Evidenzlage:
    Zur Therapieknete als eigenständiger Intervention gibt es bisher kaum hochwertige Studien. Die vorhandene Evidenz bezieht sich überwiegend auf multimodale Handtherapieprogramme – nicht auf das Medium „Knete“ an sich.

  • Alltagstransfer:
    Viele Knetübungen sind repetitiv und nicht-funktionell. Sie steigern die Greif- und Knetkraft, übertragen sich aber nur begrenzt auf konkrete Alltags- und Berufsanforderungen.

  • Überlastungsrisiken und Dosierung:
    Gerade nach Frakturen, Sehnennaht, Tendovaginitiden oder bei Arthrose/Rheuma kann unreflektiertes Krafttraining mit Knete zu Reizzuständen und Heilungsverzögerungen führen – insbesondere bei zu harter Knete, zu vielen Wiederholungen oder zu früher Einführung.

  • Hygiene und Material:
    Mehrfachnutzung, alte Knetmasse und fehlende klare Regeln zur Hygiene sind ein (oft unterschätztes) praktisches Risiko.

  • „One-size-fits-all“-Gefahr:
    Handproblem = Knete? Aus evidenzorientierter Sicht brauchen wir eine differenzierte Auswahl: Diagnose, Heilungsphase, Funktionsziel und individuelle Belastbarkeit sollten die Wahl der Mittel bestimmen – nicht die reine Verfügbarkeit eines Materials.

Den kompletten Beitrag findet ihr hier:
👉 „Therapieknete in der Handrehabilitation: Risiken und Grenzen“
https://www.handakademie.de/fachliches/afh-blog/therapieknete-in-der-handrehabilitation_risiken-und-grenzen.html

Mich würde eure fachliche Meinung interessieren:

  • Wo setzt ihr Therapieknete bewusst nicht (mehr) ein?
  • Habt ihr konkrete Fälle erlebt, in denen Knete eher geschadet oder Therapiezeit „gefressen“ hat?
  • Welche Alternativen nutzt ihr heute lieber (z. B. funktionsnahe Aktivitäten, berufsspezifische Übungen, andere Materialien)?

Ich freue mich auf einen kollegialen Austausch im Sinne einer reflektierten, modernen Handrehabilitation.



   
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